Für mich sind es viele Kleinigkeiten die mich aufmuntern, mir Kraft geben, mir Hoffnung geben. Natürlich gibt es auch große Dinge, aber auch die kleinen Dinge muss man schätzen. Sie sind alltäglich und zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Und nichts ist wichtiger, als sein lächeln nicht zu verlieren.
Mein größter Ansporn sind natürlich meine Kinder. Ich will sie aufwachsen sehen, ihr Hand halten beim Spaziergang, sie in den Schlaf kuscheln, ihre Augen aufblitzen sehen an Weihnachten und auch ihre Tränen nach einem Sturz weg wischen. Sie lieben und begleiten.
Das ist mein größter Wunsch. Das wichtiges in meinem Leben. Mein größter Ansporn.

Trotzdem vergesse ich nicht die kleinen Dinge im Leben.
Ich konnte mich schon immer für eine duftende Rose, ein tolpatschiges Kätzchen oder ein warmes Stück Schokokuchen begeistern. Schon immer waren mir Kleinigkeiten wichtig. Sie begegnen uns im Alltag und verzaubern den Moment und machen ihn einzigartig.
Eines wird einem nämlich ganz besonders bewusst, wenn man sich mit seinem Ende beschäftigt.
Jeder Moment ist einzigartig. Keiner wird genau so wieder kommen. Jede Sekunde, jede Minute und jeder Tag sind vergänglich. Und etwas vergangenes lässt sich nicht wieder-holen.
Das wichtigste nun für mich war, trotzdem das Gute zu sehen. Mich weiterhin an dem Marienkäfer, der plötzlich auf meiner Schulter landet zu erfreuen, statt dem Moment den Wert zu nehmen, in dem ich nur ans Ende denke, an die Vergänglichkeit.
Besonders schwer waren und sind die Treffen daher immer noch mit meinen Kindern.
Zu Beginn, als ich wusste es geht ins Krankenhaus. Es wird nun ernst. Es kann das letzte Mal sein. Die letzte Umarmung, das letzte Küsschen, bin ich oft unvermittelt in Tränen ausgebrochen. Ein Ausflug ist mir besonders in Erinnerung geblieben, es war der letzte vorm Krankenhausaufenthalt bei den Kindern. Ich bin alleine mit den Kindern am Feldweg spaziert und habe mich einfach ins Gras gesetzt. Zum einen, weil ich körperlich nicht so fit war, zum anderen und das war der Hauptgrund; Ich wollte nicht nur spazieren gehen. Ich wollte ganz bewusst den Moment mit den Kindern genießen. Am Feld sitzen, auf einem Grashalm pfeifen, eine Käfer beobachten und sie dabei an der Hand halten. Mich ihrer bewusst werden. Ich habe an dem Tag viele Tränen vergossen und trotzdem viel gelacht.
Ich denke täglich an sie. Es gibt nichts was mir wichtiger ist. Ich vermisse sie jeden Moment.
Nun wollte ich aber auch erzählen, was mich am Tag aufmuntert. Denn, ich weiß ich wiederhole mich, dies ist genauso wichtig. Ich konzentriere mich auf das positive. Und ich glaube das strahle ich auch aus. Die Schwestern kommen zu mir und berichten, dass ich eine sehr positive Ausstrahlung habe. Der kleine Sonnenschein auf Station ( und der jüngste Sonnenschein auf Station ).
Ich freue mich weiterhin über Kleinigkeiten und wenn ich gerade ein kleines Tief habe, dann Weine ich mich aus und knuddel meinen Teddy, den ich zur Geburt geschenkt bekommen habe. Denn auch das ist vollkommen okay. Niemand kann immer positiv sein und strahlen. Manchmal hängen Wolken vor der Sonne, aber glaubt mir die ersten Strahlen nach einem Regen sind die wärmsten.

Ich werde nicht aufgeben. Dafür gibt es viel zu viele schöne Dinge für die es sich zu leben lohnt!















