Was für ein Ding?!
Also der ZVK oder auch ausgeschrieben der Zentrale Venenkatheter, ist ein wie der Name schon verrät, ein Katheter der in eine große Vene vom Schlüsselbein bis kurz vor Herz gelegt wird. Er hat drei Zugänge, die es ermöglichen parallel unterschiedliche Flüssigkeit intravenös zu verabreichen. Zudem ist der Schlauch auch größer, da die Vene größer ist. Und für mich der größte Vorteil, die täglichen Blutabnahme werden darüber gemacht.
Blutabnahme sind grundsätzlich etwas was einen in dieser Krankheit permanent begleitet. Dazu werde ich nochmal einen seperaten Beitrag machen, denn ich weiß sie sind nötig, aber ich habe auch schon Übergriffe Blutabnahme erlebt und das war wirklich traumatisierend.
So nun aber zurück zum ZVK. Wie lief es ab?
Da ich selber wirklich Angst davor hatte!!! und die Betonung liegt auf !hatte! Möchte ich nun ausführlich berichten wie es war.
Die Ärztinnen kamen rein und mir brach schon der Angstschweiß aus. Ich Versuche immer cool zu bleiben, aber auch ehrlich mit meiner Angst um zu gehen. Bedeutet für mich. Ich sage ganz klar. Ich habe Angst. Und vorallem möchte ich immer so viel Wissen wie möglich. Mir hilft es mich nicht ausgeliefert zu fühlen. Ich bitte darum mir immer bevor was gemacht wird zu sagen was genau gerade gemacht wird und was mich erwartet. Was für Risiken bestehen und wie ich als Patient den Ärzten ihre Arbeit erleichtern kann.
Ich möchte ein Team mit meinen Ärzten sein. Es ist mein Körper, meine Krankheit und mein Leben.
Und das würde ich gerne allen Betroffenen, egal ob es nun Krebs, Nierensteine oder ein Schlaganfall ist ans Herz legen. Gebt euch nicht eurem Schicksal hin. Seit nicht passiv und ergebt euch!
Nein seit Teil des Prozesses, nehmt Anteil am Vorgang, lasst euch nicht übergehen! Es gibt keine blöden Fragen und es gibt keine dummen Wünsche.
Oh ich bin schon wieder abgeschweift.
Also noch Mal zurück zum ZVK. Die Ärztinnen haben mein Zimmer betreten, mich aufgeklärt, dann wurde auch schon gestartet. Erstmal wird das Schküsselbein ordentlich desinfiziert und alles einschließlich meines Gesichtes mit einem OP Tuch abgedeckt. Danach spürt man ein paar kleine Stiche mit Beträubungsmittel, wovon nur der direkt am Knochen wirklich unangenehm gewesen ist. Als gefragt wurde ob alles taub ist, meinte ich „joaa aber ich bin wie ein Elefant. Ich vertrage mehr als man erwarten würde, daher hätte ichgerne noch einmal etwas mehr, weil ich noch ein bisschen Schmerz spüre“
Ich habe dann auch noch was bekommen und dann ging es richtig los. Ich habe zuerst einen Druck gespürt, wo ein kleiner Schnitt in die Haut über dem Schlüsselbein gemacht wurde. Danach hat sie mit einer Nadel die Vene gesucht, was schnell funktioniert hat. Dann wurde ein Draht in die Vene eingeführt unterm Knochen vorbei. Das war mit das unangenehmste. Wer schon Mal eine Nadel am Knochen gespürt hat weiß wovon ich rede. Ein kratzender Schmerz.
Danach wurde noch ein bisschen rum hantiert, alles zwar unangenehm drückend, aber nicht schmerzhaft. Zu guter letzt wurde der Draht wieder gezogen, ein Schlauch stattdessen gelegt, alles ordentlich an mir fest genäht und schwupps war ich fertig.
Alles zusammen keine halbe Stunde. Danach musste ich noch kurz zum Röntgen, um zu schauen ob alles gut liegt.
Und ja, alles tippi toppi. Natürlich ist es unangenehm und wenn die Betäubung aufhört wird es vermutlich auch ein bisschen schmerzen. Aber ich weder mich schnell dran gewöhnen.
Ein dickes Häkchen auf meinem Weg✔️





