4 Jahre ist es her

Ich kann es manchmal gar nicht selber glauben.

Ich bin das vierte Jahr krebsfrei.

Dieses Bild steht stellvertretend für alle Momente, in denen ich dachte, das Leben ist vorbei.
Mein letzter Atemzug ist getan.
Das letzte Mal die Sonne genossen.

Und doch steht das Bild auch für so unendlich viel Hoffnung.
Ich stand nicht nur an der Schwelle zum Tod – ich war halb drüben.

Zwei Jahre lang kämpften Ärzte, Schwestern, Freunde, Familie und ich selbst – um mich.
Das zeigt den Moment, wo es so knapp war.
Wo ich zwei Monate Intensivbehandlung hatte.
Nicht essen, nicht sitzen, nicht laufen, kaum sprechen konnte.
Eine Zeit, die im Delirium war, zwischen Schmerz und Kampf.
Dieser Moment zeigt, wie ich mich entschied, zu überleben.
Ich kam bei Schnee ins Krankenhaus und durfte im Frühling in der Sonne sitzen.
Ein Frühling, von dem wir alle dachten, den erlebe ich nicht mehr.
Wo selbst ich zweifelte – und doch:
Ich habe es geschafft.
Ich habe mein Gesicht der Sonne entgegengestreckt.
Und überlebt.

Ist es surreal, dass es schon vier Jahre her ist?
Dass die Zeit der Heilung schneller verging als die der Krankheit?

Ich brauchte vier Jahre, um wieder an einem Punkt zu sein, wo ich dem Leben anfange zu vertrauen.
Wo ich nicht am nächsten Morgen denke, bald ist es vorbei.

Und doch ist aus der Erfahrung noch lange keine Erinnerung geworden.
Sie begann als Fels auf meinem Rücken – und irgendwann wird sie ein Kieselstein in meiner Tasche sein.
Bis dahin muss ich noch weit laufen.
Viel Hartes davon mit weichem Wasser wegspülen, denn mit dem Brecheisen funktioniert es nicht.

Sanftheit, Liebe, Vertrauen und Hoffnung sind die Worte, die mich in die Welt tragen.
Manchmal vergesse ich das.
Manchmal kämpfe ich mehr, als dass ich mich tragen lasse.
Aber auch das ist okay.
Kehren wir doch schnell zu dem zurück, was wir kennen.

Irgendwann werde ich dem Fluss des Lebens vertrauen können.
Bis dahin lasse ich mich nicht von meinem Fels zu Boden ziehen und nehme jede Strömung mit, die mich ein bisschen tragen mag.

21.04.2021
19.03.2025

Das bin einfach nur ich

Ich, wie ich versuche das Leben zu sortieren.
Ich, wie ich große Sorgen habe.
Ich, wie ich kleine Sorgen habe.
Ich, wie ich versuche das Leben zu sortieren.

Ich, wie mich Ängste überrollen und Träume fliegen lassen.
Ich, wie ich versuche einen Platz, in dieser lauten Welt zu finden.
Ich, wie ich versuche das Leben zu sortieren.

Ich, mit einem Herz voller Liebe und einer Seele voller Schmerz
Ich, mit einem Lächeln auf den Lippen, und Tränen in den Augen.
Ich, wie ich versuche das Leben zu sortieren.

Ich, die die schwärzesten Gedanken hatte, und doch dem kleinsten Licht gefolgt ist.
Ich, die Angst trägt, aber Hoffnung sät,
Ich, die versucht ihr Leben zu sortieren.

Ich, die so verloren, in einer so vollen Welt ist.
Ich, die weiß, dass das Ende nah ist, und doch viel weiter entfernt als je geglaubt.
Ich, die, die dieses Leben sortieren möchte.

Ich, die von ihrem Tatdrang getrieben, doch kein Ziel erreicht.
Ich, die immer zögert, aber immer springt.
Ich, die ihr Leben sortiert.

Die Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit ist für mich eine Mischung aus wundervollen und schlimmen Momenten.

Als ich ein Kind war, war die Weihnachtszeit, eine Zeit voller Zauber.
Wir haben Plätzchen gebacken, Geschmückt und Weihnschtslieder gesungen.
Es war sehr familiär und besinnlich.

Irgendwann zerbrach der Zauber.

Vor 10 Jahren verstarb mein Vater plötzlich am 15.01.
Es war ein herber Schlag, für eine noch junge Seele.
Am 13.11.2018 kam die Diagnose Leukämie und dann ging es ganz schnell.
Ich verblieb das erste Weihnachten im Krankenhaus, mein erster, aber nicht mein letzter Aufenthalt im Krankenhaus.
Meine Mama kam zu mir ins Krankenhaus, aber nicht, um mit mir den beschwerlichen Krankheitsweg zu beschreiten, sondern selber, schwer krank.
Sie verstarb am 20.12.2018 unerwartet an einer Lungenentzündung.
Kurz danach zogen auch meine Kinder in die Pflegefamilie.

Die Jahre danach, erlebte ich Weihnachten nie wieder, wie früher.
Nie wieder besinnlich, nie wieder fröhlich.

Ich liebe und hasse die Weihnachtszeit zugleich.
Sie war mir eins die schönste Zeit, nun ist sie besetzt, von so viel Trauer, Schmerz und Verlust.

Ich mache gute Miene zum bösen Spiel.
Ich möchte niemanden runter reißen oder betrüben.

Und doch, dieses Jahr, ist das erste Jahr ohne Schmerzen. Ohne akute körperliche Einschränkung.
Und doch, ist es so schmerzhaft.
Ein Schmerz, den ich nicht fassen kann.
Ein Schmerz, den ich nicht heilen kann.
Ein Schmerz, der die Jahre, im Dunkeln gewartet hat, und nun, wo mein Körper nicht ums überleben kämpft, ruft meine Seele.
Sie ruft, dass sie ertrinkt.
Seit Jahren.
Und ich nie die Kraft hatte ihr zu zuhören.

Nun höre ich.
Ich lausche.
Ich lausche, auf das fast vergessene Lachen meines Vaters.
Ich lausche, auf den Weihnachtsgesang meiner Mutter.
Ich lausche, auf die entzückten Ausrufe meiner Kinder.
Doch ich höre auch, weinen.
Ich höre, dass Klagen von Verlust.
Und ich höre eine tiefe Stille.
Eine Stille die schweigt, weil wenn sie zu sprechen beganne, dann würde sie alles überdecken.
Die guten, wie die schlechten Erinnerungen.

Ich bin schweigsamer über die Weihnachtszeit, denn ich muss die Stille bewahren.
Zu viele Worte, würden sie füttern, sie herauslocken, sie ermutigen.
Somit schweige ich.

Der Wind

Manchmal schaue ich in den Himmel und frage mich, was wäre gewesen wenn(?)

Was wäre gewesen, wenn ich niemals erkrankt wäre?

Aber auch, was wäre gewesen, wenn ich in die Palliativmedizin gemusst hätte?
Wenn ich es nicht geschafft hätte?

Manchmal weine ich,
um die verlorenen Chancen,
die geraubte Zeit,
die leeren Tage,
die aufgegebenen Träume,
die unvermeidlichen Entscheidung

Einfach über den ganzen Schmerz.

Dabei sind die körperlichen Schmerzen genauso groß, wie die seelischen Schmerzen.

Und in diesem Moment haben sich die Traurigkeit und die Hoffnung die Hand gegeben.
Die Tränen flossen für die verlorene Zeit,
aber auch für die Unglaublichkeit, diesen Moment gerade erleben zu dürfen.
Für die vergangenen Erinnerungen und diese wundervolle neue Erinnerung.

Jeder, der sehr lange in einem Zimmer eingesperrt war, ohne die Möglichkeit frische Luft einzuatmen, nur umgeben, von Krankheit und Tod.
Die Luft stehend und dick, da sie nur durch eine Klimaanlage ins Zimmer kommen darf.
Wind ist ein Gefühl von Freiheit und Leben.
Die Welt streichelt über den Körper.

Ich fühle mich lebendig und dadurch dem Tod so nahe.

Die Tränen fließen.
Aus Dankbarkeit und Erkenntnis.
Aus Freude und Angst.
Aus Liebe und Verzweiflung.

Zerrissenheit, wird ewig mein Denken bestimmen.
Und doch schafft es der Wind, manchmal genau die richtigen Gedanke weg zu pusten, um nur im jetzt zu leben.

Atmen

Nach dem Krebs ist nichts mehr, wie vor dem Krebs.

Viele Dinge haben sich verändert.
Mein Körper.
Mein Geist.
Mein Verstand.
Und meine Seele.

Wir erneuern alle 7 Jahre alle unsere Zellen und doch bleiben wir die gleichen, denn was uns prägt, sind Erinnerungen, Schicksale, Freud und Leid.

Ich habe viele schlimme Erinnerungen, aber dazwischen auch einige Juwelen, die mein Leben erleuchten lassen.

Es ist wichtig diese nicht aus den Augen zu verlieren.

Gestern hatte meine wundervolle Tochter Geburtstag.
6 Jahre ist sie mittlerweile.
Aus meinen Baby ist eine kleine große Prinzessin geworden.
Als ich erkrankte, war sie 16 Monate.
Wurde noch gestillt.
Konnte wenige Worte und gerade so laufen, wobei tragen und schieben den größten Teil der Fortbewegung ausmachte.

Nun kann sie schwimmen und Fahrradfahren, etwas rechnen und lesen, ihren Namen schreiben und mir ganz wundervoll widersprechen, wenn sie meint es besser zu wissen ( woher sie das nur hat 😉)

An meinen Kindern merke ich die vergangene Zeit.

Für mich selbst gab es einfach eine Pause.
Das Leben hat den Atmen angehalten und so langsam traue ich mich wieder auszuatmen.
Ein langsames und vorsichtiges ausatmen.

Wann ich mich wieder traue einzuatmen,
einen tiefen Zug vom Leben zu nehmen, dass weiß ich noch nicht.
Ich bin vorsichtig,
horche aufmerksam in die Stille,
in Erwartung auf ein aufbocken,
ein Unerwartetes Grollen,
eine Zucken der Krankheit.

Doch es bleibt still.

Und ich warte.

In banger Hoffnung, auf meinen ersten Atemzug.

Das Leben nach dem Krebs

Seit nun über 2 Wochen bin ich in Reha, wegen meinem zweiten neuen künstlichen Hüftgelenk.
Meiner Begeisterung ist Ernüchterung gefolgt.

Wie groß war die Motivation.
Wie groß die Freude, über den Rückgang der Schmerzen.
Wie groß, die Erwartung.

Doch dann kam die Ernüchterung.
Die Ernüchterung, über die Fortschritte.
Die Ernüchterung, über die Schmerzen.
Die Ernüchterung, über meine Vorstellungen.

Ich sah mich hier raus spazieren.
Ich sah mich, durch die Stadt bummeln.
Ich sah mich, auch Abends mit neuen Bekannten zusammen sitzen.
Ich sah mein altes Leben.

Doch, mein Körper hat mich ganz schnell, ernüchtert.
Er kann nicht so, wie ich gern möchte.
Er kann nicht, täglich zu 6 Kursen gehen.
Meine Muskeln können nicht täglich spazieren.
Selbst mein Geist, kann das alles nicht so aufnehmen und verarbeiten.

Ich bin müde.
Körperlich und geistig.
Und ich bin traurig.

Es begann schon am Anfang, mit einem kleinen Mittagsschlaf.
Meistens nach dem Mittagessen, ging ich hoch aufs Zimmer, um mich nur kurz auszuruhen.
Aus dem ausruhen, wurde ein tiefer Schlaf.
Wie quälte ich mich aus dem Bett zum nächsten Termin, wenn der Wecker mich raus riss; während andere Nachmittags unten beim Kaffee sitzen.
Und ich dachte mir, na gut, dass ist der Anfang.
Die letzte Zeit zu Hause,konntest du nicht so viel machen, da muss der Körper sich drauf einstellen.

Doch was ich verdrängte, es geht bei mir nicht um ein paar Wochen, in denen ich weniger gemacht habe, sondern um Jahre.
Jahre, wovon ich Monate nur gelegen habe, keine Alltag hatte fast mein Leben verloren hätte.
Es gab in den letzten 5 Jahren keinen schmerzfreien Monat.

Trotzdem stelle ich so eine große Erwartung an meinen Körper.
In mir ruht der Glaubenssatz, „von nichts kommt nichts“
Ich will und kann doch nicht.

Und auch ich, bin nicht befreit von dem Wunsch, dazu zugehören.
Auch ich, möchte ein Teil der Gesellschaft sein.
Auch ich möchte, Erfolge feiern und einfach dabei sein.
Es schmerzt, oft 20-30 Jahre jünger zu sein, als manche Mitpatienten, und trotzdem deutlich schwächer zu sein.

Ich habe nicht auf die Signale meines Körpers gehört.
Ich ruhte mich aus,aber nicht genug.
Jede Nacht liege ich wach, und grübel und verurteile mich.
Warum bist du nicht stärker?
Warum kannst du nicht mehr?
Wie soll es weiter gehen?

So erschöpft,ich körperlich bin,mein Geist findet keine Ruhe.

Das ganze hat nun dazu geführt, dass mein Körper mir noch deutlichere Zeichen schicken musste.
Mein Blutdruck ist im Keller.
Am Montag war er bei 70/50 und ich stand immer kurz vorm Zusammenbruch.
Montag Mittag nach dem Essen habe ich mich, wie immer, hingelegt, aber der Wecker hat es nicht geschafft mich zu wecken. Ich habe 3 Stunden geschlafen und es ging mir ein bisschen besser.
Ich habe jetzt noch mehr auf die Bremse gedrückt.
Meine Hoffnungen sind die gleichen, auch meine Erwartungen sind weiter hoch, doch höre ich gerade mehr in mich hinein.

Irgendwann schaffe ich es ein gutes Gleichgewicht zu finden.
Für einen Menschen der immer von Extremen umgeben ist, ein schwieriges Unterfangen

❌❌ Wenn Mama sterbenskrank wird❌❌

Da das Thema Kinder, so polarisiert, möchte ich euch ein paar grundlegende Dinge erzählen.

Es begann alles, vor vier Jahren, mit meiner Krebs Diagnose.
Ich hatte mich gerade frisch vom Vater der Kinder getrennt und bin übergangsweise zu meiner Tante gezogen.
Es war eine sehr turbulente und belastende Zeit.
Ich kämpfte mit den Nachwirkungen der Trennung, schließlich waren wir 8 Jahre zusammen gewesen.
Zudem lebten im Haus meiner Tante, 6 weitere Personen, so dass wir insgesamt 10 Menschen in diesem Haus waren.
Es war laut, eng und stressig.
Der eine trat dem anderen auf den Fuß.
Ich fühlte mich sehr als ein Eindringling, jedoch hatte ich auch keine Alternativen.
Somit steckte ich meine ganze Energie darein, schnellstmöglich eine Wohnung zu finden.
Im Herzen von Köln, als Alleinerziehende Mama, von zwei kleinen Kindern ohne Einkommen.
Es war hart.
Doch ich fand etwas.
Es war nicht groß, und komplett überteuert.
Aber es sollte unser Neustart sein.
Ein Neustart für meine Kinder und mich.

Doch es kam anders.

Ich litt schon seit Wochen unter einer schlimmen Mandelentzündung, immer wiederkehrendem Fieber und massiver Erschöpfung.
Ich dachte, es käme von der Belastung, emotional, wie körperlich.
Schließlich waren meine Kinder auch noch klein, ein und zwei Jahre, beides Stillkinder, beides Kinder, die ich viel getragen habe, Kinder, die nachts noch wach wurden usw
Jede Mama kennt dieses Alter, wunderschön, aber körperlich schon sehr anstrengend.
Und ich musste alles alleine schaffen!

Wenige Tage vor der Schlüsselübergabe für meine neue Wohnung, kippte ich um.
Ich stand morgens früh auf, und fühlte mich schwummrig und dachte nur, oh das Fieber ist wieder da, ich muss eine Ibu nehmen (zu der Zeit nahm ich viele Ibuprofen, um gegen das Fieber anzukommen).
Dann kippte ich vorne über und landete mit dem Gesicht auf dem Steinboden.

Die ganze Geschichte, habe ich euch hier makiert: https://www.facebook.com/107222427323951/posts/144590313587162/?d=n

Naja auf jeden Fall, bin ich darauf hin ins Krankenhaus gekommen.
Es war sehr dramatisch alles. Man dachte zwischenzeitlich ich würde einfach wegsterben.

Da meine Tante, die Kinder nicht aufziehen konnte, hat sie sie an Bekannte weiter gegeben.
Ohne es mit mir richtig abzusprechen.
Ich wurde, über Telefon, als ich im Krankenhaus lag , darüber informiert.

An Weihnachten sind meine Kinder weg gezogen.
Das Schicksal hat es, aber trotz allem gut mit den Kindern und mir gemeint und die Bekannten, haben sich als wundervolle Menschen erwiesen.
Als klar wurde, es wird eine längere Krankheitsgeschichte, haben sie sich zu Pflegeeltern fortbilden lassen.
Und dort leben sie immer noch.

Meine Kinder wissen, dass ich ihre „Bauchmama“ bin. So nennt man leibliche Eltern, um den kleinen Kindern den Unterschied zu verdeutlichen.
Jedoch nennen sie mich natürlich ganz normal Mama.
Sie wissen, warum sie dort wohnen.
Für sie ist es normal, mehrer Mamas zu haben.

Meine Tochter verkündete einmal ganz stolz, bei einem Besuch, wo sie an meiner Hand und an der Hand der Pflegemama geht, wie viel Glück sie hat, zwei Mamas zu haben.

Ich sage nicht, dass es einfach für meine Kinder war, aber ich tue mein menschenmöglichstes, um ihnen eine wundervolle Kindheit zu schenken.

Und manchmal, bedeutet das, sich zurück zu nehmen.
Zu erkennen, was das beste für das Kind und nicht für einen selbst ist.

Ich liebe meine Kinder über alles, und wenn ich könnte, dann würde ich sie noch heute zu mir holen.
In ihr perfekt eingerichtete Kinderzimmer, wo ich immer frisch bezogene Kinderbetten stehen habe.

Aber es geht nicht.
Denn Kinder benötigen mehr, als nur leibliche Verwandte.
Sie brauchen, vorallem Sicherheit!
Sicherheit, dass man jeden Morgen fitt für sie aufsteht.
Sicherheit, dass sie nachts beruhigt schlafen können.
Sicherheit, täglich neue Abenteuer erleben zu können.
Und das alles OHNE die Sorge, dass die Mama jeden Moment zusammen brechen kann und für längere Zeit ins Krankenhaus verschwindet.
Ich würde es mir niemals verzeihen, wenn meine Kinder, wegen meiner Krankheit, unter ständiger Angst und Sorge leben müssten, weil ich sie nicht konstant gut versorgen kann.

Ich glaube, die Angst und die Sorge, die sie schon in ihrem jungen Leben erlebt haben, war genug!
Die Angst, dass ihre Mama sterben könnte.
Deswegen, sind meine Kinder auch noch nicht zurück.
Weil, dort wo sie leben, gerade glücklich sind.
Das ist ihr Leben dort.
Ihr Lebensmittelpunkt.

Und glaubt mir, es zerreißt mich das zu sagen und es war ein langer Prozess, dass zu verstehen und auch heute noch, kämpfe ich mit Selbstzweifeln und schlimmen Schuldgefühlen.
Ich wünsche mir nichts mehr, als ihnen jeden Abend eine gute Nachtkuss zu geben und ihnen morgens, dass Butterbrot zu schmieren.
Ich würde alles dafür geben.

Aber weil, ich es nicht kann, und es unglaublich egoistisch wäre, mache ich, was ich kann.

Und das ist ihnen meine ganze Liebe schenken.
Jeden Besuchskontakt unvergesslich zu gestalten.
Ihnen Briefe und Kassetten mit meinen Worten zu schicken.
Ihnen ihre Wünsche zu erfüllen.
Sie wissen zu lassen, ihr habt eine Mama, die euch überalles liebt und immer für euch da ist.

Und die Frage, wann kommen Sie zurück.

Ich weiß es nicht.
Ich weiß nicht, wann ich gesund genug bin.
Und das ist nur meine Seite der Medaille.

Habt ihr mal an die Seite der Kinder gedacht?
Kinder, die komplett woanders aufgewachsen sind.
Die irgendwo, ein wunderschönes Kinderzimmer haben, ihre Freunde, ihre Hobbys, ihr Leben.

Wir Eltern sind Wegbegleiter, und keine Wegebner.

Ich bin für sie da. Immer und überall.

Und jetzt noch ein paar Worte, bezogen auf die Darstellung der Kinder.
Im Beitrag gestern sagte ich, ich gebe Nichts preis.
Ich gebe nur Dinge preis, die mich soweit betreffen, dass ich sie, ohne die Privatsphäre der Kinder zu beeinträchtigen, erzählen kann und vorallem auch möchte!
Die vielen vorwurfsvollen Fragen, wo mir unterstellt wird, ich will meine Kinder nicht zurück holen, machen mich sauer und traurig.
Ich weiß, im Internet muss man mit unsensiblen Fragen rechnen, doch auch ich bin nur ein Mensch und vorallem Mutter.
Wenn man mich, ohne mein jetztigen Erfahrungen, fragen würde, wo sollten Kinder leben, würde ich immer antworten.
Bei den Eltern!
Nur, durch meine Situation habe ich gemerkt, die Frage ist viel mehr als nur die Frage, nach der Blutsverwandtschaft.

Ich hoffe sehr, dieser Beitrag, hilft vielen, etwas reflektierter auf die Situation zu schauen.

Wenn Mama sterbenskrank wird

Da das Thema Kinder, so polarisiert, möchte ich euch ein paar grundlegende Dinge erzählen.

Es begann alles, vor vier Jahren, mit meiner Krebs Diagnose.
Ich hatte mich gerade frisch vom Vater der Kinder getrennt und bin übergangsweise zu meiner Tante gezogen.
Es war eine sehr turbulente und belastende Zeit.
Ich kämpfte mit den Nachwirkungen der Trennung, schließlich waren wir 8 Jahre zusammen gewesen.
Zudem lebten im Haus meiner Tante, 6 weitere Personen, so dass wir insgesamt 10 Menschen in diesem Haus waren.
Es war laut, eng und stressig.
Der eine trat dem anderen auf den Fuß.
Ich fühlte mich sehr als ein Eindringling, jedoch hatte ich auch keine Alternativen.
Somit steckte ich meine ganze Energie darein, schnellstmöglich eine Wohnung zu finden.
Im Herzen von Köln, als Alleinerziehende Mama, von zwei kleinen Kindern ohne Einkommen.
Es war hart.
Doch ich fand etwas.
Es war nicht groß, und komplett überteuert.
Aber es sollte unser Neustart sein.
Ein Neustart für meine Kinder und mich.

Doch es kam anders.

Ich litt schon seit Wochen unter einer schlimmen Mandelentzündung, immer wiederkehrendem Fieber und massiver Erschöpfung.
Ich dachte, es käme von der Belastung, emotional, wie körperlich.
Schließlich waren meine Kinder auch noch klein, ein und zwei Jahre, beides Stillkinder, beides Kinder, die ich viel getragen habe, Kinder, die nachts noch wach wurden usw
Jede Mama kennt dieses Alter, wunderschön, aber körperlich schon sehr anstrengend.
Und ich musste alles alleine schaffen!

Wenige Tage vor der Schlüsselübergabe für meine neue Wohnung, kippte ich um.
Ich stand morgens früh auf, und fühlte mich schwummrig und dachte nur, oh das Fieber ist wieder da, ich muss eine Ibu nehmen (zu der Zeit nahm ich viele Ibuprofen, um gegen das Fieber anzukommen).
Dann kippte ich vorne über und landete mit dem Gesicht auf dem Steinboden.

Die ganze Geschichte, habe ich euch hier makiert:

Naja auf jeden Fall, bin ich darauf hin ins Krankenhaus gekommen.
Es war sehr dramatisch alles. Man dachte zwischenzeitlich ich würde einfach wegsterben.

Da meine Tante, die Kinder nicht aufziehen konnte, hat sie sie an Bekannte weiter gegeben.
Ohne es mit mir richtig abzusprechen.
Ich wurde, über Telefon, als ich im Krankenhaus lag , darüber informiert.

An Weihnachten sind meine Kinder weg gezogen.
Das Schicksal hat es, aber trotz allem gut mit den Kindern und mir gemeint und die Bekannten, haben sich als wundervolle Menschen erwiesen.
Als klar wurde, es wird eine längere Krankheitsgeschichte, haben sie sich zu Pflegeeltern fortbilden lassen.
Und dort leben sie immer noch.

Meine Kinder wissen, dass ich ihre „Bauchmama“ bin. So nennt man leibliche Eltern, um den kleinen Kindern den Unterschied zu verdeutlichen.
Jedoch nennen sie mich natürlich ganz normal Mama.
Sie wissen, warum sie dort wohnen.
Für sie ist es normal, mehrer Mamas zu haben.

Meine Tochter verkündete einmal ganz stolz, bei einem Besuch, wo sie an meiner Hand und an der Hand der Pflegemama geht, wie viel Glück sie hat, zwei Mamas zu haben.

Ich sage nicht, dass es einfach für meine Kinder war, aber ich tue mein menschenmöglichstes, um ihnen eine wundervolle Kindheit zu schenken.

Und manchmal, bedeutet das, sich zurück zu nehmen.
Zu erkennen, was das beste für das Kind und nicht für einen selbst ist.

Ich liebe meine Kinder über alles, und wenn ich könnte, dann würde ich sie noch heute zu mir holen.
In ihr perfekt eingerichtete Kinderzimmer, wo ich immer frisch bezogene Kinderbetten stehen habe.

Aber es geht nicht.
Denn Kinder benötigen mehr, als nur leibliche Verwandte.
Sie brauchen, vorallem Sicherheit!
Sicherheit, dass man jeden Morgen fitt für sie aufsteht.
Sicherheit, dass sie nachts beruhigt schlafen können.
Sicherheit, täglich neue Abenteuer erleben zu können.
Und das alles OHNE die Sorge, dass die Mama jeden Moment zusammen brechen kann und für längere Zeit ins Krankenhaus verschwindet.
Ich würde es mir niemals verzeihen, wenn meine Kinder, wegen meiner Krankheit, unter ständiger Angst und Sorge leben müssten, weil ich sie nicht konstant gut versorgen kann.

Ich glaube, die Angst und die Sorge, die sie schon in ihrem jungen Leben erlebt haben, war genug!
Die Angst, dass ihre Mama sterben könnte.
Deswegen, sind meine Kinder auch noch nicht zurück.
Weil, dort wo sie leben, gerade glücklich sind.
Das ist ihr Leben dort.
Ihr Lebensmittelpunkt.

Und glaubt mir, es zerreißt mich das zu sagen und es war ein langer Prozess, dass zu verstehen und auch heute noch, kämpfe ich mit Selbstzweifeln und schlimmen Schuldgefühlen.
Ich wünsche mir nichts mehr, als ihnen jeden Abend eine gute Nachtkuss zu geben und ihnen morgens, dass Butterbrot zu schmieren.
Ich würde alles dafür geben.

Aber weil, ich es nicht kann, und es unglaublich egoistisch wäre, mache ich, was ich kann.

Und das ist ihnen meine ganze Liebe schenken.
Jeden Besuchskontakt unvergesslich zu gestalten.
Ihnen Briefe und Kassetten mit meinen Worten zu schicken.
Ihnen ihre Wünsche zu erfüllen.
Sie wissen zu lassen, ihr habt eine Mama, die euch überalles liebt und immer für euch da ist.

Und die Frage, wann kommen Sie zurück.

Ich weiß es nicht.
Ich weiß nicht, wann ich gesund genug bin.
Und das ist nur meine Seite der Medaille.

Habt ihr mal an die Seite der Kinder gedacht?
Kinder, die komplett woanders aufgewachsen sind.
Die irgendwo, ein wunderschönes Kinderzimmer haben, ihre Freunde, ihre Hobbys, ihr Leben.

Wir Eltern sind Wegbegleiter, und keine Wegebner.

Ich bin für sie da. Immer und überall.

Und jetzt noch ein paar Worte, bezogen auf die Darstellung der Kinder.
Im Beitrag gestern sagte ich, ich gebe Nichts preis.
Ich gebe nur Dinge preis, die mich soweit betreffen, dass ich sie, ohne die Privatsphäre der Kinder zu beeinträchtigen, erzählen kann und vorallem auch möchte!
Die vielen vorwurfsvollen Fragen, wo mir unterstellt wird, ich will meine Kinder nicht zurück holen, machen mich sauer und traurig.
Ich weiß, im Internet muss man mit unsensiblen Fragen rechnen, doch auch ich bin nur ein Mensch und vorallem Mutter.
Wenn man mich, ohne mein jetztigen Erfahrungen, fragen würde, wo sollten Kinder leben, würde ich immer antworten.
Bei den Eltern!
Nur, durch meine Situation habe ich gemerkt, die Frage ist viel mehr als nur die Frage, nach der Blutsverwandtschaft.

Ich hoffe sehr, dieser Beitrag, hilft vielen, etwas reflektierter auf die Situation zu schauen.

Eine kleine Erinnerung an die letzen 4 Jahre 2022

Eine kleine Erinnerung

Wer ich war, und wer ich heute bin.

Vor mittlerweile 4 Jahren sah ich so aus.
Ich war verängstig, alleine und wusste nicht was die Zukunft bringen wird.
Ich habe sehr viel durch gemacht.
Ich musste meine Jugendliebe nach 8 Jahren Beziehung verlassen;
ich hatte zeitweise keine Wohnung,kein eigenes Bett, kein Zuhause;
meine Mama ist unerwartet verstorben;
und dann kam der Krebs, der mir den Rest halt in meinen Leben nahm.
Zuerst meine Lebenskraft, dann meine Kinder und damit fast meine Hoffnung.
Und doch, ich wollte leben, ich musste leben.
Genau, weil das Leben so schwer mit mir mitgespielt hat.
Der Tod klopfte oft an meine Haustür, aber ich machte ihm nie ganz auf.
Nun 4 Jahre später und endlich Krebsfrei, stehe ich hier.
Ich bin glücklich, dass ich lebe;
und doch ist da ein Scherbenhaufen.
Scherben, die man nicht mehr zusammen kleben kann.
Scherben, die Narben hinterlassen haben und offenen Wunden.

Mein Jahresrückblick schaut auf viele wundervolle Momente, glückliche Stunden, hilfsbereit Menschen und erfüllte Tage.
Doch sind diese Scherben da, und sie aufzusammeln, die Kraft zu haben, sie wieder zu kleben, mit der Erkenntnis, es wird niemals, wie früher, erfordert unglaublich viel Mut.
Doch ich tue mein Bestes.
Jeden Tag aufs Neue!

Ein Reha UpdateBzw eine kleine Geschichte

Es startete erstmal mit viel Tamtam.
Am Tag vor der Anreise, bekam ich beim Taxi Unternehmen kein Taxi mehr, da ich zu spät mit der Bestellung dran war.
Leider konnte ich mich auch nicht früher melden, da ich geduldig auf mein Coronatest Ergebnis wartete.
Somit war ich am Tag vor der Abreise schon mächtig im Stress.
Wie komme ich dahin!?
Zum Glück fand sich doch jemand, aber eine perfekte Lösung war das nicht.
Schließlich kam ich mir etwas blöd vor, so kurzfristig jemanden zu bitten, so eine weite Strecke für mich zu fahren.
Nun gut, mir blieb aber keine andere Wahl.
Am Tag der Abreise rief ich nochmal in der Reha an, um dort Bescheid zugeben, das es Probleme gäbe, aber ich schon nach Alternativen gesucht habe.
Nach einem kurzen Rüffel von der Dame am Telefon, warum ich mich erst jetzt darum kümmern würde, meinte sie, sie schaut, ob man noch etwas machen könnte.
Ich, leicht bedröppelt, legte auf.
Hmmm, ich habe eigentlich alles versucht rechtzeitig zu organisieren.
Es gab die Verzögerung nur, weil ich erst um 14 Uhr das Ergebnis vom Coronatest bekommen habe, der übrigens negativ war.
Woher hätte ich wissen sollen, dass ab 14 Uhr, alle nicht mehr an ihr Telefon gehen, oder verplant sind.
Naja, so saß ich da.
Kurz nach 8 Uhr und wartete.
Unwissend, wie es jetzt weiter geht.
Eine halbe Stunde später, dann der Anruf.
Ein Taxi kommt.
Es wird sich gleich telefonisch gemeldet.
Ich ,mich erstmal an meinem Kaffee verschluckt, schaue mich verzweifelt auf die Uhr.
Wann kommt dieses Taxi bloß.
Eingestellt war ich auf 11 Uhr.
Als stopfte ich mir mein Butterbrot in den Mund und begann, noch kauend, das Geschirr abzuspülen.
Ab ins Schlafzimmer und schlüpfte in meine Sachen, wo ich natürlich wieder gefühlt hundert Jahre, für die Socken brauchte.
Denn schließlich darf ich mich nicht runter beugen.
Danach den Müll herunter gebracht, schließlich wollte ich mir kein Biotop in den vier Wochen Abwesenheit in der Küche züchten.
Wieder oben angekommen, Müll runter bringen, ist mit Krücke und Treppe, immer ein kleiner Staatsakt, meine Sachen zusammen gelegt und nochmal alles kontrolliert.
Dabei zum Glück noch entdeckt, dass kein Ladekabel eingepackt war und die Kopfhörer im nimmersleinsland verschwundet sind.
Da klingelt auch schon das Handy.
Das Taxiunternehmen am Apparat.
Wie kommen Sie abholen.
So gegen 11:30-12 Uhr.
Ich war kurz sprachlos.
Es war kurz nach 9 Uhr.
Ich war durch geschwitzt, aber fertig.
Kaffee weg gekippt.
Bauch grummeln vom schnellen Essen.
Leichte Bein schmerzen, durchs abhetzten.
Und nun erfahre ich, ich habe noch gute 2 Stunden Zeit.
Ich danke dem Herrn am Telefon und platzierte mich erstmal auf die Couch.
Die nächsten zwei Stunden waren danach relativ ereignislos.
Abgeholt wurde ich von einem kleinen Bus.
6 Sitze für mich ganz alleine.
Verpennt habe ich die 1,5 h Autofahrt.
Angekommen in einem kleinen Dörfchen mitten auf einem Berg.
Halte ich jetzt für eine orthopädische Reha Klinik nur so für semi gut.
Außer man möchte nicht, dass die Patienten fliehen.
Dann ist es eigentlich ganz gut durch dacht.
Am Ankunftszeit ging es auch direkt zum Arzt.
Der war etwas geschockt von meinem langen Arztbrief.
Er schloss unser Gespräch mit den Worten, da haben Sie uns aber viel Arbeit mit gebracht.
Jaja, was soll ich darauf nur erwidern.
Abe ich fand ihn gut.
Er hat sich sehr viel Mühe gegeben und sich viel Zeit genommen.
Ein resoluter und direkter Arzt.
Ich mag ihn.
Danach war an dem Tag nicht mehr viel.
Mein Zimmer ist bescheiden und der Ausblick eher schlecht, dabei gäbe es so tolle Zimmer, mit einem Atemberaubenden Ausblick ins Tal.
Ich schaue auf ein Dach.
Was mich wirklich enttäuscht, ist das Essen.
Nennt mich anspruchsvoll, aber, wenn ich das mit dem Essen in Freiburg vergleiche, ist es hier leider Jugendherberge/ Krankenhaus Niveau.
Die Küchenhelfer sind super nett.
Man bekommt das Tablett bis zum Tisch getragen und wird auch so aufmerksam behandelt.
Aber das Essen gefällt mir nicht.
Ich mag viel frisches Gemüse und Salat.
Hier ist es aber die typische Küche.
Brot mit Wurst und Käse.
Deftige Soßen.
Es gibt zwar Salat, aber der ist klein und besteht aus zwei Gurken und Tomaten Scheiben und etwas Eisbergsalat.
In der Reha in Freiburg gab es so tolle Dinge.
Über Bulgur bis Tunfischsalat, heiße Suppe und selbst gemachte Aufstriche, aus getrockneten Tomaten und Oliven usw, und das war nur das Abendangebot.

Nun gut, wichtig ist die Therapie.
Bis jetzt hatte ich einen kurzen Kennenlernphysiotherapietermin und einen wirklich kurzen Ultraschalltherapietermin.
Beim Ultraschall sollte ich 5 Minuten mit einem Ultraschallkopf über das rechte Knie gehen.
Was ich maximal irritierend fand, da ich doch an der linken Hüfte operiert wurde.
Nun gut, am Dienstag ist Visite.
Da werde ich alles durch sprechen.

Ansonsten ist leider das Schwimmbad nicht in Betrieb und es gibt kein WLAN, wobei der gesamte Empfang grottig ist.
Auch ist das Durchschnittsalter 60+
Niemand ist in meinem Alter hier.

Ansonsten die Umgebung ist wunderschön.
Ich gehe viel spazieren und genieße die Ruhe.
Es ist ganz anders als im lauten und überfüllten Köln.

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