PiccLine

Picc Line

Endlich hab ich meinen kleinen Alltagshelfer.

Dies ist eine Venenkatheter, der tief im Unterarm bis zum Herzen reicht.
Man muss mich nun nicht mehr stechen, um an meinen Blut zu gelangen
Auch Infusionen können darüber ganz einfach gegeben werden

Am Freitag war der erste Versuch die Picc Line zu legen
Meine Angst war groß, denn vor zwei Jahren war es schon ein halbes Gemetzel.
Viel Blut, viele Schmerzen, kaum Erfolgsaussichten in die kleinen feinen Venen zu gelangen.
Und auch am Freitag war es schlimm
Sehr schlimm
10 Versuche und kein Erfolg.
Jedes Mal ein tiefer Stich, ein wühlen im Gewebe mit der Nadel, ein fixieren.
Es schmerzt sehr.
Am Freitag wechselte nach 5 Stichen der Arzt.
Doch es wollte einfach nicht klappen
Selbst, wenn man in die innenliegende Vene kam, verhederrte sich der Draht mit der Venenwand, beim nachschieben.
Denn man muss mit der einem Draht bis knapp vors Herz.
Ich bekam eine Menge Beruhigungsmittel, doch durch meine Angst und den Schmerz wirkte nichts.
Nach dem 10. Mal habe ich abgebrochen
Ich wollte nur noch auf mein Zimmer.

Gestern, dann der nächste Versuch.
Mit noch mehr Beruhigungsmittel.
Vermutlich würden Elefanten fliegen, bei dem was ich weg stecke.
Eine Menge Morphium und Beruhigungsmittel intus ging es runter in die Radiologie.
Die PiccLine wird mit Ultraschall gelegt, um die innenliegenden Venen genau zu erkennen.

Ich kam an einen unglaublich sympathischen Arzt.
Er strahlte eine Menge Erfahrung aus, ohne unerheblich zu wirken.
Er meinte, er schafft das.
Und er schaffte es.
Während ich da lag, schon den Tränen nahe, bevor auch nur ein einiger Stich ging, sagte er mir ich solle tief einatmen.
Er würde erstmal nur die Haut betäuben.
Und das tat er.
Er tastete sich vor.
Erst die oberste Hautschicht wurde betäubt.
Dann das innenliegende Geweben.
Dann suchte er die Vene.
Schob den Draht rein.
Es war alles vollkommen okay

Natürlich, der Nadelstich tat weh, aber viel weniger als am Freitag.
Auch das Draht einschieben, ist ein unglaublich unangenehmes Gefühl und leider gab es in der Achsel auch einen Wiederstand.
Er musste somit alles zurück ziehen.
Anscheinend habe ich dort eine Thrombose

Also zum zweiten Versuch an den rechten Arm.
Ich habe, wie immer nicht hin geschaut.
Als ich auch nach 15 Minuten nichts unangenehm gefühlt habe, musste ich nachfragen
Mit der festen Überzeugung, dass wird wohl nichts.

Doch er war fast FERTIG.
Ich war unglaublich erleichtert, habe mich so oft bedanke und bin froh, nun diesen Zugang zu haben.

Veröffentlicht von Antonina

Ja, wer bin ich. Was für eine philosophische Frage. Orientieren wir uns doch erstmal an den Fakten. Ich bin 26 Jahre, Baujahr 1992. Ein kölsches Mädel mit zwei tollen kleinen Kindern an der Hand. Einem Jungen von 3 Jahren und einem Mädchen von 2 Jahren. Entstanden aus einer langen harten 8 Jahre langen Beziehung mit einem Sizilianer. Getrennt habe ich mich September 2018. November 2018 bin ich dann an Blutkrebs erkrankt. Seitdem versucht er mein Leben zu bestimmen. Und von diesem Leben will ich euch berichten #SterbenistkeineOption

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